Mahnwache Hamburg

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Schlagwort: Propaganda (Seite 1 von 5)

Amerikanischer Kriegspropaganda-Film in der Kritik – Ein Interview mit amerikanischen Kinogängern

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Heute startet bei uns in Deutschland der Film American Sniper in den Kinos. Beidem Film handelt es sich um eine Verfilmung der Autobiographie des Scharfschützen Chris Kyle der im Irak-Krieg 160 Menschen getötet hat und dadurch als der „tödlichste Scharfschütze“ zur Kriegslegende aufgestiegen ist. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass sowohl der Roman als auch der Film alle Verkaufsrekorde gebrochen hat. Um einen Eindruck von dem Menschen zu bekommen, dem dieser Film ein Denkmal setzt, findet man einige Interviews im Netz. So reiste er durch die amerikanischen Talkshows und beantwortet fleißig Fragen u.a. zur Waffentechnik und wie er die Menschen getötet hat. Interessant ist auch, dass er Fragen gerne ganz nach Armee-Manier mit „Yes, sir!“ beantwortet und sich selbst als einen „Affen an der Waffe“ bezeichnet [1].

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ZAPP-Beitrag über Vertrauenskrise der Medien

Der gestrige Beitrag von ZAPP war im Vergleich zu vielem, was in den letzten Monaten gesendet wurde, wohltuend klar und kritisch.

Selbst unsere Spiegel-Demo wurde noch einmal, und diesmal ganz ohne Abwertung, gezeigt. Auch sieht man unsere Pressesprecherin im Interview und Hamburger Mahnwachen-Aktivisten beim Verteilen der Friedenswinter-Flyer.

Die vollständigen Interviews mit Ingo Schulze, Stefan Niggemeyer, Andreas Anton und Katrin McClean kann man auf der Seite des NDR anschauen.

Und übrigens: In seinem Jahresrückblick wählte ZAPP die „Spiegel-Krise“ zum Top-Thema Nr. 1 im Bereich Medien-Kritik. Wenn wir da nicht einige Aktien mit ins Spiel gebracht haben.

Wir haben gemeinsam viel bewegt. So hat auch unsere kritische Empörung zu diesem Beitrag auf dem NDR geführt. Dies ist jedoch kein Grund nun wesentlich zurückhaltender mit den privaten und öffentlich rechtlichen umzugehen.

Definitiv ist das Vertrauen in die Massenmedien sehr stark eingebrochen. So wollen wir hoffen, dass bei vielen Alpha-Journalisten nun ein Umdenken stattfindet. Doch wo so viel Geld im Spiel ist, ist dies wohl recht unwahrscheinlich.

Umso wachsamer muss jeder Mitbürger sein, der sich gut informieren möchte. Auch wir haben einen eklatanten Teil dazu beigetragen, dieses Bewusstsein zu schärfen, denn Hamburg ist eine Hochburg der Leitmedien.

Autoren: Katrin und Robin

Die ZEIT hetzt gegen den Friedenswinter

Da hat sich die ZEIT als Speerspitze der NATO-Propagandapresse mal wieder alle Ehre erwiesen: Anstatt sich mal konstruktiv und inhaltlich mit den Anliegen der Demonstranten auseinanderzusetzen, werden tausende von besorgten Menschen, die in Berlin, Hamburg, Heidelberg, Bochum, München, Leipzig, Aachen und weiteren Städten im Rahmen des Friedenswinter auf der Straße waren, diffamiert und denunziert.

Aber mal ehrlich: Hatten wir was anderes erwartet? Wir sagen Danke an die Redaktionen der ZEIT, Süddeutschen Zeitung, FAZ, Spiegel, Welt, Berliner Zeitung usw., für die zahlreiche Berichterstattung über den Friedenswinter. Auch wenn wir mit den Artikeln nicht einverstanden sind, gilt doch wieder: Any press is good press! An den Kommentaren lässt sich ja wieder schön sehen, dass es immer noch genug differenziert und klar denkende Menschen gibt.

Zur politischen Einordnung der deutschen „Qualitätsmedien“ empfehlen wir diesen Beitrag aus der „Anstalt“.

Wie es neutral und sachlich gehen kann zeigt der rbb.

Autor: Jens

Keine Meinungsfreiheit für Friedenskämpfer

Kaum ist die Berliner Friedenswinter-Demonstration vorüber, erläutert der Journalist Christian Bonmarius, warum die Teilnehmer der Demonstration samt und sonders fragwürdige, gefährliche und auf jeden Fall „seltsame Figuren“ sind. Das Wort Mensch haben wir offenbar nicht einmal verdient. Mein Kommentar dazu wurde von der Berliner Zeitung zensiert. Und das, obwohl doch gerade Christian Bonmarius kürzlich erst zufrieden festgestellt hat, dass die Meinungsfreiheit in unserer „Republik“ keinesfalls bedroht ist.

Hier ist mein Kommentar, den die BZ zensiert hat:

Ich finde diesen Artikel höchst unverantwortlich. Die Tausende von Menschen, die heute in Berlin, Hamburg, Heidelberg und anderen Städten und gestern in München für den Frieden auf die Straße gingen, sind Menschen, die vor allem die Verantwortung für eine friedliche Politik einmahnen, die zu Recht besorgt sind, wenn unsere Regierung Truppen in die Ukraine schickt und einer Regierung beistehen will, die einen Teil ihrer Bevölkerung bombardiert, und mit wirtschaftlichen Blockaden und dem Vorenthalten von Sozialleistungen ins Elend treibt. Man fragt sich doch, welche Motive treiben unsere Medien dazu, eine Friedensbewegung mit derartigen fadenscheinigen und unbegründeten Vorwürfen zu diffamieren. Vergessen wir nicht, auch die „Weiße Rose“ wurde einst zum Staatsfeind erklärt. Solche Artikel sind der beste Beweis dafür, dass in unserem Lande etwas ganz gründlich schief läuft. Wenn eine Friedensbewegung beschimpft wird, dann gibt es nur einen Grund dafür. Der Kriegskurs soll verteidigt werden.

Nachtrag: Nachdem ich dem Moderator den Link zu diesem Beitrag geschickt habe, sind auch die bisherigen Kommentare aus der Diskussion verschwunden. Das ist ja wirklich ein konsequenter Schritt Richtung Meinungsfreiheit. Jetzt steht dort nur noch: Starten Sie die Diskussion. Man darf gespannt sein.

Nachtrag 2: Ah, die bisherigen Kommentare sind wieder drin. Na, immerhin.

Nachtrag 3: Ich wurde gerade darauf hingewiesen, dass der Kommentar der BZ sogar VOR der Demo geschrieben und veröffentlicht wurde. Das macht die Sache ja noch schlimmer. Ein Journalist verbreitet ein Urteil über eine Versammlung von Menschen, die noch gar nicht stattgefunden hat. Das ist doch nun wirklich aktiv ausgeübte öffentliche Diffamierung und hat mit Meinungsfreiheit soviel zu tun wie Gefängnis mit Freiheit.

Autor: Katrin McClean

Zensur durch Abschaltung der Kommentarbereiche

Die Meinungszensur der Medien geht weiter

Christian Neef ist als Spiegel-Autor verantwortlich für viele russlandkritische Beiträge des Magazins. Er war z.B. Mitautor des Leitartikels in der Spiegel-Ausgabe mit dem Titel „STOPPT PUTIN JETZT!“, wo ohne Beweise Putin die Schuld für den Abschuss der MH17 zugeschrieben wurde. Neef soll auch den Begriff „Putinversteher“ 2011 erstmals verwendet haben. Wegen der massiven Kritik an solchen einseitigen Artikeln schlägt er nun in einem Beitrag in der Zeitschrift „medium“ vor die Kommentarfunktionen online zu schließen. Ähnliche Gedanken macht sich in einem Interview mit dem „medium“ auch der Mitherausgeber der FAZ Günther Nonnenmacher, der die Einführung gebührenpflichtiger Kommentare erwägt. Erwähnenswert ist auch, dass Nonnenmacher Kritik an der Ukraine-Berichterstattung als „eine konzertierte Aktion“ darstellt. Wie sind solche Aussagen zu verstehen? Spielt man auch bei der FAZ die Kritik von besorgten Lesern als Shitstorm von Putin-Trollen herunter?

Was die Meinungszensur angeht ist die Süddeutsche Zeitung schon weiter als der Spiegel und die FAZ. Dort sind neuerdings Leser-Kommentare nur noch zu zwei bis drei von der Redaktion ausgewählte Themen pro Tag möglich. Laut dem Außenpolitikchef Stefan Kornelius soll der Internetauftritt „kein Abladeplatz für Troll-gesteuerte Propaganda-Ware“ sein. Sind da nicht Parallelen zu der Aussage von Nonnenmacher zu sehen?

Wir finden: Anstatt sich gegen Leserkritik abzuschotten, sollten die Medien die Kritik der Leser ernst nehmen. Dialog statt Konfrontation und Ausgrenzung sollte grundsätzlich die Haltung für ein friedliches Miteinander sein.

Als weiterführenden Artikel zu dem Thema empfehlen wir den Telepolis-Artikel „Leserkommentare abschalten?“.

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