Mit dem Absturz des Germanwings-Flugs „4U9525“ zeigt sich das BILD-Boulevardblatt wiederholt von einer Seite, die einfach nur noch abstoßend wirkt und den Pressekodex mit Füßen tritt.

So schreibt Mats Schönhauer vom BILDblog über die Sensationsgier vieler Medien auf Kosten der Betroffenen:

Vorab eine kurze persönliche Anmerkung. Ich bin jetzt seit drei Jahren beim BILDblog und habe schon viele krasse Sachen gesehen. Aber die letzten Tage haben mich wirklich fertiggemacht. Gerade gestern, als ich mitansehen musste, wie sich immer mehr Medien reflexartig und bar jeden Anstands auf einen Menschen und dessen Familie stürzten, habe ich mich so ohnmächtig und verzweifelt gefühlt wie lange nicht mehr. Dennoch, oder gerade deshalb, will ich versuchen, mich im Folgenden einigermaßen sachlich mit den Ereignissen auseinanderzusetzen, und ich hoffe sehr, dass diese ganze Tragödie wenigstens dazu führt, dass einige Journalisten ihr eigenes Handeln zumindest ein kleines bisschen überdenken.“

Doch inzwischen regt sich Widerstand bei den Zeitungsverkäufern. Dem Hamburger Kioskbesitzer Winfried Buck, der bereits seit fünf Jahren keine BILD mehr verkauft, schließen sich weitere Verkaufsstellen an und boykottieren die BILD.

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