Mahnwache Hamburg

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Schlagwort: Pakistan

Zur Flüchtlingsdebatte in Deutschland

von Katrin McClean

Um eins vorab klar zu stellen: Ich finde jeden Einsatz für Flüchtlinge in Deutschland richtig, mehr noch: Ich würde fordern, jeder einzelne Flüchtling, der es überhaupt nach Deutschland geschafft hat, sollte für diese übermenschliche Leistung mit einem uneingeschränkten lebenslangen Bleiberecht belohnt werden.
Entsprechende Demonstrationen, wie sie letzten Samstag in Hamburg abgehalten wurden, halte ich für dringend notwendig.

Wenn man sich mit der Realität der heutigen Flüchtlingsströme beschäftigt, wird einem jedoch schnell klar, dass solche Demonstrationen nur der Tropfen auf den heißen Stein sind.

Eine Statistik von „Arte“ holt jeden, der über die „Flüchtlingsproblematik“ in Deutschland diskutieren will, ziemlich hart auf den Boden der Tatsachen zurück.

Danach kommen derzeit die meisten Flüchtlinge aus Afghanistan. (2013 ca. 2,6 Mio.!!!) Der jahrelange Krieg der NATO-Länder gegen die Taliban hat nichts weiter gebracht als noch mehr Terrorismus und ziviles Elend.
Müssten dann nicht NATO-Länder wie Deutschland, Frankreich und England entsprechend verantwortungsvoll als Gastländer für Flüchtlinge zur Verfügung stehen? In unseren Medien hat man ja manchmal sogar das Gefühl, es wäre so. Die Aufnahme von Flüchtlingen sei dramatisch gestiegen!

Doch im internationalen Verhältnis gesehen ist das pure Augenwischerei.

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US „Trefferquote“ bei Drohnenschlägen

Das The Bureau of Investigative Journalism hat in einer Studie die Drohnenschläge der USA im internationalen „Kampf gegen den Terrorismus“ analysiert und dazu einiges an Infomaterial zusammengestellt.

Wir haben das ganze mal auf eine „Trefferquote“ umgerechnet… und das Ergebnis ist bedrückend. Die USA sprechen stets von „chirurgischen Schlägen“, die mit höchster Genauigkeit durchgeführt werden, und doch töten sie dabei über 90% Zivilisten.

1560422_329608827227085_7059060999647218374_nWann haben die USA eigentlich Pakistan und Yemen den Krieg erklärt? Wer übernimmt die Verantwortung für die zerstörten Familien und die ermordeten Kinder?

Es scheint als wären die USA beim „Kampf gegen den Terrorismus“ selbst zu den größeren Terroristen geworden.

Autor: Henrik

Geostrategische Zufälle – Zbigniew Brzeziński, die Außenpolitik der USA und der Islamische Staat

Eine Veranstaltung im Friedenswinter 2014/2015

Brzeziński, der Chefstratege des Pentagons, schreibt in seinem Buch «Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft», Eurasien sei für Amerika der „geopolitische Hauptpreis“. Damit eint er die Vormachtstellung der USA besonders in der „zentraleurasischen Region“. Es sei von vitalem Interesse für die globale Dominanz der einzigen verbliebenen Supermacht, dass in dieser Region mit Ländern wie Irak, Saudi-Arabien, Türkei, Iran, Syrien, Afghanistan, Jemen, Pakistan, einer kleinen Ecke des Schwarzen Meeres, Turkmenistan, Kasachstan, dem Kaspischen Meer, der Krim und einer
Handvoll kleiner Länder, darunter zum Beispiel auch der chinesischen Provinz Xinjiang, kein starker Gegenspieler um die Vorherrschaft entstehe. Die logische Konsequenz ist ein Konzept der Zerschlagung der größeren Staaten und ihre Aufsplitterung in kleinere schwache, gegeneinander ausspielbare Gebilde.

Brzeziński bei einem pakistanischen Außenposten nahe der afghanischen Grenze im Jahre 1980

Brzeziński bei einem pakistanischen Außenposten nahe der afghanischen Grenze im Jahre 1980

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