Mahnwache Hamburg

Aufruf zum friedlichen Widerstand! Für Frieden! In Europa! Auf der Welt!

Schlagwort: Krieg (Seite 1 von 2)

Amerikanischer Kriegspropaganda-Film in der Kritik – Ein Interview mit amerikanischen Kinogängern

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Heute startet bei uns in Deutschland der Film American Sniper in den Kinos. Beidem Film handelt es sich um eine Verfilmung der Autobiographie des Scharfschützen Chris Kyle der im Irak-Krieg 160 Menschen getötet hat und dadurch als der „tödlichste Scharfschütze“ zur Kriegslegende aufgestiegen ist. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass sowohl der Roman als auch der Film alle Verkaufsrekorde gebrochen hat. Um einen Eindruck von dem Menschen zu bekommen, dem dieser Film ein Denkmal setzt, findet man einige Interviews im Netz. So reiste er durch die amerikanischen Talkshows und beantwortet fleißig Fragen u.a. zur Waffentechnik und wie er die Menschen getötet hat. Interessant ist auch, dass er Fragen gerne ganz nach Armee-Manier mit „Yes, sir!“ beantwortet und sich selbst als einen „Affen an der Waffe“ bezeichnet [1].

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Obama bestätigt US-geführten Putsch in Kiew

ObamaUS-Präsident Barack Obama hat in einem TV-Interview bestätigt, dass der Staatsstreich in Kiew ein „US-Deal“ war.

Der russische Präsident Wladimir Putin sei von den Ereignissen in der Ukraine Ende 2013 und Anfang 2014 überrascht worden, „nachdem wir einen Deal zur Machtübergabe ausgehandelt hatten.“ Das sagte US-Präsident Barack Obama am 01.02.2015 im Gespräch mit Fareed Zakaria von CNN: „… Mr. Putin made this decision around Crimea and Ukraine – not because of some grand strategy, but essentially because he was caught off-balance by the protests in the Maidan and Yanukovych then fleeing after we had brokered a deal to transition power in Ukraine …”

Zum ausführlichen Artikel von Hans Springstein.

Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!

Mehr als 60 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien, darunter namhafter Personen wie Roman Herzog, Antje Vollmer, Wim Wenders, Gerhard Schröder, Georg Schramm und Mario Adorf, schreiben an die Bundesregierung, die Bundestagsabgeordneten und die Medien:

Update: Auf Open Petition kann der selbe Appell von jedem Menschen unterzeichnet werden. Über 15.000 haben dies bereits getan!

„Wir appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, als vom Volk beauftragte Politiker, dem Ernst der Situation gerecht zu werden und aufmerksam auch über die Friedenspflicht der Bundesregierung zu wachen. Wer nur Feindbilder aufbaut und mit einseitigen Schuldzuweisungen hantiert, verschärft die Spannungen in einer Zeit, in der die Signale auf Entspannung stehen müssten. Einbinden statt ausschließen muss das Leitmotiv deutscher Politiker sein.

10262276_330895537098414_2322616302858326450_nWir appellieren an die Medien, ihrer Pflicht zur vorurteilsfreien Berichterstattung überzeugender nachzukommen als bisher. Leitartikler und Kommentatoren dämonisieren ganze Völker, ohne deren Geschichte ausreichend zu würdigen. Jeder außenpolitisch versierte Journalist wird die Furcht der Russen verstehen, seit NATO-Mitglieder 2008 Georgien und die Ukraine einluden, Mitglieder im Bündnis zu werden. Es geht nicht um Putin. Staatenlenker kommen und gehen. Es geht um Europa. Es geht darum, den Menschen wieder die Angst vor Krieg zu nehmen. Dazu kann eine verantwortungsvolle, auf soliden Recherchen basierende Berichterstattung eine Menge beitragen.“

In diesem Zusammenhang möchten wir auch nochmals auf die Großdemonstrationen der vereinigten Friedensbewegung in Berlin, Bochum, Hamburg, Heidelberg, Leipzig und München am Samstag, 13.12, hinweisen. Infos zu der Demo in Hamburg.

Weitere Infos zum Friedenswinter: www.friedenswinter.de

Hier geht’s zum ganzen Artikel.

Autor: Jens

Interview mit Bashar Al-Assad, Präsident von Syrien

Während der Krieg gegen den Terrorismus im Nahen Osten tobt und unsere Medien in regelmäßigen Abständen über die USA, Irak und IS berichten, kommt ein Land gar nicht zu Wort: Syrien.

Die USA und die regionalen Mächte streiten bereits darüber, wer in Syrien und im Irak die Stellungen des Islamischen Staat bombardieren darf und wer nicht. In diesem Zusammenhang scheint es niemanden zu interessieren, dass Syrien ein souveräner Staat ist, welcher auch in der UN vertreten ist und bereits 200.000 Tote durch den von außen orchestrierten Krieg zu beklagen hat.

Am 28. November wurde der syrische Präsident Bashar Al-Assad vom französischen Journalisten Régis Le Sommier von Paris Match interviewt. In deutschen Medien ist davon kaum zu hören oder zu lesen. Höchstens alternative Nachrichtenseiten und Blogs haben davon berichtet.

Aus diesem Grund hier nun eine deutsche Übersetzung, damit auch Sie sich ein eigenes Bild machen können, wenn Sie der englischen Sprache nicht mächtig sind.

Paris Match: Herr Präsident, der Krieg herrscht nun schon seit über 3 Jahren, nach dem sich die ersten Anzeichen einer Revolution im März 2011 abspielten. Unter Anbetracht der Entwicklungen seit diesem Zeitpunkt, fühlen Sie sich verantwortlich für das, was geschehen ist?

Bashar Al-Assad: Schon in den ersten Tagen der Ereignisse gab es Märtyrer aus der Armee und der Polizei; ja, seit den ersten Tagen der Krise standen wir in Angesicht des Terrorismus. Es ist wahr, es gab Demonstrationen, jedoch gab es sie in keiner großen Anzahl. In einem solchen Fall gibt es keine andere Wahl, als Bürger gegen Terroristen zu verteidigen. Es gibt keine andere Wahl. Wir können nicht sagen, dass wir bedauern, den Kampf gegen den Terrorismus seit den frühen Tagen der Krise geführt zu haben. Allerdings bedeutet dies nicht, dass es keine Fehler in der Praxis gab. Es gibt immer wieder Fehler. Seien wir ehrlich: hätte Katar diese Terroristen zu dieser Zeit nicht finanziell ausgestattet, und hätte die Türkei sie nicht logistisch unterstützt und hätte der Westen keine politische Unterstützung gewährt, dann hätten sich die Dinge anders entwickelt. Wenn wir in Syrien Probleme und Fehler vor der Krise hatten, was übrigens normal ist, so bedeutet dies nicht unbedingt, dass die Ereignisse interne Ursachen hatten.

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Deutschland unterstützt Massenmörder

Autor: Katrin McClean

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat am vergangenen Wochenende eine Rede gehalten, die nichts anderes ausdrückt als das Ziel der „ethnischen Säuberung“.

Poroschenko: „Unsere Rentner und Kinder werden Sozialschutz bekommen, die [Bürger der Ostukraine] nicht. […]Unsere Kinder werden in Schulen und Kitas gehen, ihre Kinder werden in Kellern hocken. […] So werden wir den Krieg gewinnen.“

Das sind Androhungen, die nun endgültig an die antisemitische Verfolgung im dritten Reich erinnern. Und sie werden bereits in die Tat umgesetzt. Heute hat Poroschenko Krankenhäuser und Schulen in der Ostukraine schließen lassen.

Alle Behörden wurden geschlossen. Die militärischen Auseinandersetzungen gehen weiter. In manchen Gebieten ist bereits über die Hälfte der Zivilbevölkerung geflohen.

Und wie berichten unsere Medien darüber?

„Poroschenko warnt vor Krieg mit Russland
Poroschenko habe keine Angst vor Krieg mit Russland… „Er wolle zwar nichts anderes als Frieden, müsse sich aber auch auf die schlimmsten Szenarien vorbereiten.“

Kein einziger unserer Medienschlauköpfe scheint sich daran zu erinnern, dass auch Hitler antisemitische „Säuberungen“ zum „Schutz“ der deutschen Bevölkerung durchführen ließ.

Wo bleiben die Sanktionen, wo das entschiedene Auftreten gegen nationalistische Gewalt, wie sie doch offener gar nicht zutage treten kann? Statt dessen Verständnis für und Nachsicht mit Poroschenko, wohin man auch liest.

Etwa zur selben Zeit, als Poroschenko seine furchtbare Rede gehalten hat, haben sich Angela Merkel und Wladimir Putin mehrere Stunden unterhalten. Da hätte man hoffen können, dass Wladimir Putin unsere Kanzlerin davon überzeugen konnte, ihre Position gegenüber Kiew noch einmal zu überdenken.

Allerdings lassen ihre ersten Reaktionen auf dieses Gespräch wenig Hoffnung. Putin sei im alten Denken verhaftet, räsonierte sie. Angela Merkel ist altem Denken offenbar nicht verhaftet, sondern nimmt es gerade wieder an. Zumindest scheint ihr der Kampf gegen „Untermenschen“ keine großen Sorgen zu bereiten.

Wir sind alarmiert und zutiefst empört!

Wenn die deutsche Regierung hier nicht gegensteuert und harte Sanktionen verhängt, wenn sie stattdessen die Kiewer Regierung weiterhin mit wirtschaftlicher Hilfe, politischem und militärischem Beistand unterstützt, dann ist sie an dem Völkerverbrechen, welche Poroschenkos Regierung derzeit begeht, ganz klar mitschuldig.

Und auch unsere Medien sollten sich in diesen Tagen überlegen, wie sie ihr Gesicht der Bevölkerung gegenüber noch wahren können.

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