Einladung zur 13. Hamburger Mahnwache

Liebe Interessierte und Besucher der Hamburger Mahnwache,

der 23.06.2014 ist wieder unser Tag – unser Montag für den FRIEDEN. Wir laden euch herzlich ein, die 13. Hamburger Mahnwache am Jungfernstieg zu besuchen.

Was erwartet euch am kommenden Montag auf der Hamburger Mahnwache?

Mit Sicherheit viele nette Menschen, tolle Rede- und Musikbeiträge, Dichter und Denker und die Gewissheit, dass ihr nicht allein seid mit euren Sorgen, Ängsten und Wünschen für eine friedliche Zukunft.

Denn die vergangenen Tage haben wiederholt gezeigt, wie es um unsere Politik bestellt ist. Angela Merkel kümmert sich um Fußball in Brasilien, lässt sich mit der Deutschen Nationalmannschaft ablichten und strahlt auf einem Selfie mit Poldi, statt sich um die Bedürfnisse Ihres Volkes zu kümmern. Frau Von der Leyen fordert stärkere Beteiligung (Einsätze der Bundeswehr) an Uno-Missionen und Präsident Obama entsendet weitere Truppen in den Irak. Und das Schlimme daran ist: Brot und Spiele erfüllen ihre Pflicht.

In unserem heutigen Newsletter haben wir folgende Themen für euch zusammengefasst:

  • Rückblick
  • Frack Off! - Again
  • Wasser ist Menschenrecht!
  • Wer regiert uns eigentlich?
  • Situation in der Ukraine
  • Good News
  • Forschungsbericht über die Mahnwachen

WIR können dafür sorgen, gemeinsam mit vielen weltweiten Bewegungen, dass die Menschen aufwachen, sich informieren und mit uns in den Austausch gehen. Wir machen weiter und auch Du gehörst dazu.

Das Licht einer einzelnen Kerze besiegt die gesamte Dunkelheit eines Raumes.

Wir freuen uns euch wiederzusehen, wenn es wieder heißt: ENDLICH MONTAG.

Rückblick

Irgendwie beschleicht mich jeden Montag aufs Neue das Gefühl, eine der schönsten Mahnwachen erlebt zu haben. So auch diesen Montag.

Fußballhymnen wurden melodisch und taktvoll in Friedenshymnen verwandelt. Katrin bewies großen Mut mit Ihrer eindrucksvollen Rede über "Der deutsche Traum vom guten Krieg" und Timothy appellierte diesmal auch musikalisch mit "Änder`den Sender!" Es waren viele weitere tolle Rede- und Musikbeiträge dabei, die uns zum Nachdenken anregten und uns mit guten Schwingungen auf den Heimweg und in die neue Woche entließen.

Alle Videos der vergangenenden Mahnwachen findet ihr auf unserem YouTube Kanal.

12. Hamburger Mahnwache

Aufnahmen und Resonanzen zur 12. Mahnwache

Ein kleiner Rückblick auf die 12. Friedensmahnwache in Hamburg, Jungfernstieg vom 16.06.2014

Am vergangenen Montag erhielt unsere Friedensbewegung zahlreiche Beifallsbekundungen in Form von Hupkonzerten der vorbeifahrenden Autos.
Hauptsächlich galt der Beifall wohl eher der deutschen Nationalmannschaft, die das Spiel gegen Portugal spätestens 19:30 Uhr für sich entscheiden konnte.

Wir fühlten uns trotzdem eingeladen, die Hupkonzerte für unsere gute Sache als Beifall zu bewerten und bedanken uns bei allen Besuchern, die tapfer dem WM-Spiel – und damit den grausamen Bedingungen dieser Fußball Weltmeisterschaft - entsagt haben und stattdessen für den FRIEDEN auf die Straße gegangen sind.

Weiterhin danken allen Besuchern, Helfern, Rednern und Künstlern für diesen wunderbaren Montagabend.

Wir sehen uns spätestens am 23.06. wieder, wenn es heißt: "Endlich Montag!"

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Katrin McClean

Katrin McClean - Der deutsche Traum vom guten Krieg

Am 16.06.2014 hielt Katrin McClean diese Rede auf der 12. Hamburger Mahnwache.

In den letzten Wochen begegnet mir immer wieder das Argument, man könne die Kriegseinsätze der NATO nicht einseitig verurteilen, schließlich sollten wir uns doch mal daran erinnern, dass uns die USA vom Faschismus befreit hätten. Auch Präsident Gauck, den ich momentan lieber als Bundesfeldprediger bezeichne, bezieht sich gern auf diesen Teil unserer Geschichte, und meint, wir sollten, ähnlich wie die USA 1945 bei uns, verantwortungsvoll andere Völker von ihren Diktatoren befreien.

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Frack Off!

Das Thema Fracking begleitet uns weiterhin.

Die Netzfrauen berichteten am Montag "Die Bundesregierung will dem umstrittenen Gas-Fracking in Deutschland unter strengen Auflagen den Weg ebnen. Ein Gesetz soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden, so wurde bereits mehrfach in den Medien berichtet."

Da Gazprom nun angekündigt hat, Gas nur noch auf Vorkasse an die Ukraine auszuliefern und es einen Anschlag auf die Gas-Pipeline in der Ukraine gegeben hat, wird Fracking in Deutschland umso wahrscheinlicher. Da helfen auch die zahlreichen Berichte über Fracking-Risiken und die Unfälle, die es bereits gegeben hat, nicht.


An dieser Stelle fragen wir uns: "Wo ist eigentlich Greenpeace?"

Wasser ist Menschenrecht!

Insbesondere beim Thema FRACKING steigt die Sorge um eines der kostbarsten Güter der Welt: WASSER. Im Jahre 2010 haben die Vereinten Nationen Wasser zum Menschenrecht erklärt. Nur 2 Jahre später (im Februar 2013) sahen viele Fraktionsmitglieder das ganz anders.

Wasser als Menschenrecht wurde vom Bundestag abgelehnt (siehe Bild) und die EU Kommission schmetterte die "Wasser als Menschenrechtspetition" trotz 2 Millionen Unterschriften einfach ab. So schrieben die Deutschen Wirtschaftsnachrichten bereits im März 2014.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet am 19.06.2014: "In diesen Tagen laufen Verhandlungen über ein Handelsabkommen für Dienstleistung. „Tisa“ betrifft auch sensible Bereiche wie das Trinkwasser. Kritiker vergleichen es mit dem umstrittenen Freihandelsabkommen."

Wer regiert uns eigentlich?

Theoretisch könnte man davon ausgehen, dass unsere Regierung ein Interesse an den Menschenrechten haben sollte. Schließlich sind sie die Interessensvertreter des Volkes.

Ein Artikel im Focus macht allerdings deutlich, wer tatsächlich die Welt regiert. "1300 Konzerne beherrschen 80 Prozent der Weltwirtschaft", schreibt Focus.de. Damit dürfte klar sein, warum es seitens unserer Regierung kein Interesse gibt, bspw. Wasser als Menschenrecht zu verstehen und warum Abkommen zwischen den USA und EUROPA geheim verhandelt werden.

Quelle: Focus.de

Zum Wohle des Volkes wird es mit Sicherheit nicht sein.

Situation in der Ukraine

Poroschenko feuert weiter

Trotz der von Pjotr Poroschenko angekündigten Feuerpause gehen die Kämpfe gnadenlos weiter. Das russische Nachrichtenblatt http://de.ria.ru berichtet: "Bürgerkrieg in Ukraine artet in Genozid aus" (Genozid = Völkermord).

Es gab Tote und Verletzte bei Separatisten und beim Militär und den ukrainischen Milizen. Angeblich wurde ein weiteres Flugzeug abgeschossen und zwei russische Journalisten wurden in Lugansk durch Granaten der ukrainischen Kräfte getötet.

Der ehemalige russische Geheimdienstmitarbeiter Igor Strelkov, "Kommandeur" der Donbass-Miliz berichtete lt. Heise: "Die Separatisten würden von den Regierungskräften innerhalb eines Monats besiegt werden, die mit Luftwaffe und Hunderten von Panzern gegen drei Panzer keine Chancen hätten: "Das ist kein Kampf von David gegen Goliath, sondern von einer Ameise gegen einen Elefanten.""

Russland kündigt nun sowohl auf der föderalen, als auch auf der regionalen Ebene, Hilfe für die Flüchtlinge aus der Ukraine an. Es gibt bereits freiwillige Hilfsorganisationen, die sich um Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten kümmern, berichtet Faces of Ukraine auf ihrem Blog.

Das Poroschenko sein Versprechen der Feuerpause nicht gehalten hat, sei der Grund warum der Rückzug russischer Truppen von den Grenzen der Ukraine revidiert wurde. Die nun an die Grenze zurückkehrenden russischen Truppen, überprüfen derzeit ob tatsächlich humanitäre Korridore zur Evakuierung ziviler Einwohner aus den Kampf-regionen eingerichtet wurden.

"Am Montag wurde berichtet, dass die bewaffneten Kräfte Kiews mehr als 200 Familien durch solche Korridore evakuiert hätten." Dies wurde jedoch vom Chef des Obersten Rates der „Volksrepublik Donezk“, Denis Puschilin, dementiert, schreibt Ria Novosti.

Heise.de fragte am 18.06.2014: "Wer ist für den Anschlag auf die Pipeline in der Ukraine verantwortlich?". Diese Frage konnte unseres Wissens bis heute nicht beantwortet werden. Derweilen gehen die grausamen Kämpfe in der Ostukraine weiter. 

Der neu "gewählte" Präsident der Ukraine unterhält lt. den deutschen Wirtschaftsnachrichten bereits seit 2006 ein enges Vertrauens-Verhältnis zur US-Botschaft in Kiew.

Good News

Nach Bayern ist nun auch Hessen eine gentechnikfreie Region. Hurraaaaaaaaaaa!

Gute-Nachrichten.com berichtet: "Das Europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen setzt sich für mehr Entscheidungsspielräume der jeweiligen Länder und Regionen ein. Die Mitglieder des Netzwerkes setzten sich für Selbstbestimmung in Fragen der Agro-Gentechnik und die Durchsetzung des Verursacherprinzips ein, wonach Gentechnik-Anwender für eventuelle Schäden bezahlen müssen."

Macht weiter so! Wir hoffen, diesem Trend schließen sich noch viele weitere Bundesländer an.

Forschungsbericht über die "Montagsmahnwachen für den Frieden"

Die technische Universität Berlin und das Zentrum Technik und Gesellschaft haben in Kooperation mit dem Verein für Protest- und Bewegungsforschung e.V. einen Forschungsbericht über die "Montagsmahnwachen für den Frieden" veröffentlicht.

Zeit Online griff diesen Bericht am Montag auf und berichtete mit der Schlagzeile: "Jeden Montag gegen alles".

Insbesondere in diesem Zusammenhang sind wir sehr glücklich, dass sich Vertreter der politischen Linken kürzlich selbst ein Bild von der Hamburger Mahnwache gemacht haben. Sein persönliches Fazit hat Andreas Grünwald dieser Tage bei Facebook gepostet. Lieber Andreas, wir danken Dir für Deine Offenheit und freuen uns auf den Austausch mit Dir und Allen, die jeden Montag für den Frieden auf die Straße gehen.

Die Hamburger Mahnwache findet wie immer am Montag von 18-21 Uhr am Jungfernstieg statt. Wir haben einige fest angemeldete Redner im Programm, ebenso wieder das offene Mikrofon.

Sei auch Du wieder dabei - mit Familie, Freunden & Bekannten.

Denn bald ist es wieder so weit: Endlich Montag!

Wir beobachten voller Zuversicht, wie wir dort am Montag jede Woche aufs Neue die Büchse der Pandora um einen weiteren Spalt öffnen und Hoffnung schöpfen, aus der wiederum Mut und Kraft resultieren.

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