Einladung zur 12. Hamburger Mahnwache

am 16. Juni 2014 kommen wir wieder zusammen. Zur 12. Hamburger Mahnwache für den Frieden.

Jeder Montag ist für uns, die Organisatoren der Mahnwache, eine großartige Bereicherung im Hinblick auf Hoffnung, Wissensaustausch und das Zusammenkommen mit Menschen, die nicht länger gewillt sind die gegenwärtigen Missstände einfach hinzunehmen oder zu ignorieren. Wir gehen mit einer wunderbaren positiven Stimmung und vielen neuen Erkenntnissen nach Hause, die es nachzulesen, zu vertiefen oder zu recherchieren gilt.

Geht es euch auch so?

Wir beobachten, dass immer mehr Menschen erwachen und beginnen ihr Leben, ihren Konsum und ihren Blick auf die Dinge zu verändern – für eine friedliche Zukunft. Das ist ein großer Erfolg und lässt uns hoffen.

Wir leben in einer spannenden Zeit, in der sich die Ereignisse regelrecht überschlagen - die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 beginnt in Kürze, der Krieg in der Ost-Ukraine nimmt täglich neue Ausmaße an, die Grundlagen für Fracking werden in Deutschland geschaffen, islamistische Extremisten der ISIS überfallen den Nord-Irak.

Es sind überwiegend negative Ereignisse, die uns beschäftigen und dazu bringen, jede Woche auf die Straße zu gehen. Doch sorgen viele weltweite Bewegungen, wie auch die jungen Mahnwachen, dafür, dass sich eine Alternative zu diesen Entwicklungen bildet. Auch Du gehörst dazu.

Das Licht einer einzelne Kerze besiegt die gesamte Dunkelheit eines Raumes.

Wir freuen uns euch wiederzusehen, wenn es wieder heißt: ENDLICH MONTAG.

Rückblick

Auf der 11. Hamburger Mahnwache konnten wir erneut vielen Rednern mit ihren informativen Beiträgen eine Plattform bieten. Einen Ort an dem die Menschen ihre Ängste und Sorgen teilen können. Eine Plattform für den Wissensaustausch und vor allem für das gemeinsame Ziel: Frieden in Europa und auf der Welt. Das Ziel FRIEDEN ist sehr komplex und ist von sehr vielen Faktoren abhängig. Das ist der Grund warum wir stetig viele unterschiedliche Beiträge auf den Mahnwachen hören.

Frack Off!

Auf der 11. Mahnwache wurde ein deutliches Zeichen gegen Fracking gesetzt, eine Technologie zur Ausbeutung von Schiefergasvorkommen unter Einsatz hoch-toxischer Chemikalien.

Unter dem Motto "Frack Off! Nachhaltigkeit statt Umweltzerstörung!" demonstrierten viele Hamburger Mitmenschen gegen diese umweltgefährdende Art der Energiegewinnung.

Auf Anfrage der Partei "DIE LINKE" im Bundestag wurde nun bekannt, dass die Regierung noch vor der Sommerpause einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschieden will, der Fracking in Deutschland ermöglichen soll - im Hauruckverfahren während der Fußball-WM.

Die schwerwiegenden Folgen für Mensch und Natur der landesweiten Fracking-Initiativen in den USA sind in der Dokumentation "Gasland" ersichtlich.

11. Hamburger Mahnwache

Aufnahmen und Resonanzen zur 11. Mahnwache

Ein kleiner Rückblick auf die 11. Friedensmahnwache in Hamburg, Jungfernstieg vom 09.06.2014 Trotz Unwetter-Warnung, starkem Wind und Regengüssen versammelten sich auch diesen Montag wieder engagierte Bürger um für den Frieden einzustehen. Man rückte zusammen, schützte sich gemeinsam vor den Regenmassen und tauschte sich untereinander aus. Hier gilt auch dem Team von Café MIO an der Alster einen herzlichen Dank, welches …

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Die 3 Affen - Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen

Ebenso fand die erste Aktion der Performance-Gruppe in der belebten Promenade der Hamburger Alster am Jungernsteig statt.

Diese Aktionen sollen Aufsehen erregen, die Aufmerksamkeit der Passanten, Menschen, auf Dinge und Ereignisse ziehen, welche in den Medien (bewusst) nicht kommuniziert werden.

10 Wochen Mahnwache Hamburg

Ein Dokumentarfilm von Svenja Baumgardt.

Veröffentlicht über Feuerlöscher TV.

Diese Dokumentation gibt einen 28 Minuten langen Einblick in die Hintergründe der Mahnwache in Hamburg.

Svenja dokumentiert seit ca. 5 Jahren unterschiedliche Veranstaltungen
und Demonstrationen im Hamburger Raum. Durch diese Arbeiten versucht sie
die Bemühungen anderer über eine alternative Berichterstattung in die
Öffentlichkeit zu transportieren

Wir bedanken uns recht herzlich für ihr Engagement!

Situation in der Ukraine

In der Ost-Ukraine herrscht weiterhin Krieg. Es gibt berichte, dass die ukrainische Armee die belagerte Stadt Slavyansk mit Phosphorbomben beschossen hat.

Diese Waffen sind weltweit strengstens durch die UN und Genfer Konventionen verboten worden.

Muscheln mit weißem Phosphor kann äußerst schwere und schmerzhafte Verletzungen verursachen oder zu einen langsamen und schmerzhaften Tod führen. Für die Behandlung solcher Verletzungen erfordert es speziell geschultes medizinisches Personal. Die Umgebung, welche von Phosphorgranaten getroffen wird, kann bis zu mehreren hundert Quadratmeter groß sein.

Inzwischen haben der russische Präsident Putin und der vor kurzem vereidigte Präsident der Ukraine Poroschenko miteinander telefoniert.

Poroschenko habe Putin "von seinem Plan zur Beruhigung der Lage im Südosten der Ukraine unterrichtet", sagte Putins Sprecher Dmitrij Peskow. Dann ging man wieder zum Austausch von Beschwerden über: Dass angeblich drei russische Panzer im Osten der Ukraine im Einsatz seien, habe Poroschenko als "inakzeptabel" bezeichnet, erklärte dessen Sprecher. Innenminister Arsen Awakow hatte zuvor bereits den Einsatz russischer Kampffahrzeuge durch die prorussischen Separatisten erwähnt, dabei aber nicht Russland verantwortlich gemacht.

Russland brachte derweil einen neuen Resolutionsentwurf zur Ukraine im Uno-Sicherheitsrat ein. Russlands Uno-Botschafter Witalij Tschurkin sagte, es habe "einige Unterstützung" und "einige Vorschläge" bei der Sitzung in New York gegeben. In dem Entwurf wird ein sofortiges Ende der Gewalt, ein dauerhafter Waffenstillstand und eine größere Rolle der Uno bei der Lösung des Konflikts gefordert. Tschurkin äußerte sich zudem besorgt über Berichte über den Einsatz von weißem Phosphor durch die Ukraine - auch aus Moskau also neue Vorwürfe.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte zuvor bereits eine Untersuchung über den mutmaßlichen Einsatz verbotener Brandbomben gefordert. Hinweise darauf seien "beunruhigend" und bedürften einer "dringenden Überprüfung", sagte Lawrow laut der Nachrichtenagentur Itar-Tass. Er kritisierte zudem, dass die Versuche zur Befriedung in der Ostukraine auf der Stelle träten. Die ukrainische Armee wies die Vorwürfe Lawrows als absurd zurück.

Brennende Häuser nach Kämpfen der ukrainischen Streitkräften mit den Regierungsgegnern aus Slavyansk am 8. Juni 2014 (AFP Photo/Andrey Krasnoschekov)

ISIS attackiert den Nord-Irak durch Großoffensive

Während es immer unwahrscheinlicher wird, dass eine diplomatische Lösung für den Krieg in der Ukraine gefunden wird, entwickelt sich der Nahe Osten zu einem stetig größer werdenden Pulverfass.

Die Terrororganisation ISIS (Islamistischer Staat im Irak und Syrien) greift den Norden Iraks mit aller Gewalt an, um einen eigenen Gottesstaat zu errichten. Die irakischen Streitkräfte sind überfordert, viele flüchten oder ergeben sich. Nach der US-Invasion im Irak und der Entmachtung von Saddam Hussein wurde die gesamte Infrastruktur des Iraks sehr stark beschädigt. Ebenso wurden alle bestehenden Militär- und Sicherheitsapparate aufgelöst.

In den vergangenen Tagen wurden Mossul, Baiji und Tikrit von den Terroristen eingenommen. Es wurden 800-1000 irakische Soldaten und Offiziere gefangen genommen. 4 Flughäfen wurden besetzt, darunter wurden 8 Helikopter eingenommen und mehrere 100 gepanzerte Fahrzeuge entwendet.

Inzwischen steht die terroristische Streitmacht kurz vor dem Angriff auf Bagdad. Die irakische Regierung bittet die USA um Unterstützung.

Das obskure bei dieser Bitte ist, dass die ISIS u.a. von den USA aufgebaut und finanziert worden ist. Hauptsponsoren waren hierbei Saudi Arabien, Katar und Kuwait. Ebenso wurde diese Organisation bis vor kurzem noch von der Türkei unterstützt - bis die türkischen Diplomaten im Irak entführt worden sind.

"Die ich rief, die Geister, Werd' ich nun nicht los."

So lange die ISIS nur in Syrien aktiv war, um den Präsidenten Bashar al-Assad zu entmachten, wurde diese Terrorgruppe geduldet und auch finanziert und ausgerüstet. Nun scheint die Lage komplett außer Kontrolle zu geraten.

Hier ebenfalls eine entsprechende Kurzanalyse von Cornelia Warntke bei den Netzfrauen.

Kinder bei einem ausgebrannten Vehikel während der Kämpfe zwischen irakischen Sicherheitskräften und Terroristen der ISIS in Mossul am 10. Juni 2014 (Reuters/Springer)

Die Hamburger Mahnwache findet wie immer am Montag von 18-21 Uhr am Jungfernstieg statt. Wir haben einige fest angemeldete Redner im Programm, ebenso wieder das offene Mikrofon.

Sei auch Du wieder dabei - mit Familie, Freunden & Bekannten.

Denn bald ist es wieder so weit: Endlich Montag!

Wir beobachten voller Zuversicht, wie wir dort am Montag jede Woche aufs Neue die Büchse der Pandora um einen weiteren Spalt öffnen und Hoffnung schöpfen, aus der wiederum Mut und Kraft resultieren.

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