Einladung zur 14. Hamburger Mahnwache

Liebe Interessierte und Besucher der Hamburger Mahnwache,

moin, moin liebe Sportsfreunde. Voller Elan und Vorfreude auf den kommenden Montag, laden wir euch wieder herzlichst zur nächsten Hamburger Mahnwache am 30.06.2014 ein.

Dieser Montag ist wieder einmal ein Besonderer. Die Fußball WM hat Halbzeit und tausende Menschen versammeln sich für den gemeinschaftlichen Fußballtaumel auf den Plätzen und Straßen der Welt.

Wen interessiert es, dass Krieg geführt wird, wenn man sich stattdessen mit Bisswunden von hochbezahlten Fußballern beschäftigen kann?

Wen interessiert es, dass Krieg geführt wird? NICHT für Menschenrechte, sondern für Profit? Diether Dehm trifft mit seiner Rede vom 25. Juni im Deutschen Bundestag, den Nagel auf den Kopf und zitiert u.a. den Papst.

Wen interessiert es, dass Rentner, Anleger und Sparer enteignet werden sollen, um die neue globale Schuldenkrise zu lösen?

"Während alle Fußball gucken, rollt der IWF eine Bombe unter die Sofas der Sparer", schreiben die deutschen Wirtschaftsnachrichten. Demnach sollen Rentner, Anleger und Sparer die Lösung der globalen Schuldenkrise schaffen, schlägt der IWF vor. Die Welt berichtete ebenfalls dieser Tage: "IWF plant neue Enteignungsrunde für Sparer".

Und wen interessiert das alles?

UNS!

Aus diesem Grund werfen wir für euch einen Blick in die Geschichte und stellen fest, dass der 30. Juni weltweit ein ereignisreicher Tag in der Geschichte war.

So haben wir uns neben aktuellen Themen, auch mit der Historie des 30. Juni und mit der heutigen Rüstungsindustrie beschäftigt.

  • Rückblick
  • Der 30. Juni in der Geschichte & die heutige Aufrüstung
  • Geheime Armeen und neue Furcht
  • Wasser als Menschenrecht - Ecuador verabschiedet Wassergesetz
  • Situation in der Ukraine
  • Good News 1 & 2
  • Neues von der Mahnwache Hamburg

WIR können dafür sorgen, gemeinsam mit vielen weltweiten Bewegungen, dass die Menschen aufwachen, sich informieren und mit uns in den Austausch gehen. Wir machen weiter und auch Du gehörst dazu.

Das Licht einer einzelnen Kerze besiegt die gesamte Dunkelheit eines Raumes.

Wir freuen uns euch wiederzusehen, wenn es wieder heißt: ENDLICH MONTAG.

Rückblick

Unsere Performance Gruppe stimmte uns mit einer neuerlichen Aktion zum WM BOYKOTT 2014 auf die 13. Mahnwache ein. Eine "Fürbitte" unter dem Motto "Obdachlos - Diamanten & Kaviar für die Einen, Armut für die Anderen", machten sie am Flaggenplatz auf die Vertriebenen und Opfer der WM 2014 in Brasilien, aufmerksam.

In dieser Woche jährte sich der Tod von Michael Jackson zum 5. mal. 1996 veröffentlichte er den Song "They Don’t Care About Us". Der Song handelt von dem Schmerz, den Vorurteile und Hass verursachen, und er soll auf soziale und politische Probleme hinweisen. Dafür wurde er von den amerikanischen Medien stark kritisiert.

Das Musikvideo wurde in Rio de Janeiro und Salvador da Bahia gedreht. Die Herstellung des Videos erwies sich als schwierig, da die Behörden versuchten, die Dreharbeiten zu verbieten. Beamte fürchteten, dass das Video sich auf den Tourismus auswirken könnte. (Quelle: Wikipedia)

Die Situation dürfte sich dort heute (18 Jahre später) noch immer nicht verbessert haben.

Ein außergewöhnliches Ereignis der 13. Hamburger Mahnwache war das Zusammentreffen von 3. Welt und 1. Liga. Anna und Jens zeigten uns eine Interpretation des Adidas-Slogans "All in".

Die Reden und musikalischen Beiträge handelten diesmal u.a. von der NSA, Fracking, Chemiewaffen, Hunger und natürlich vom FRIEDEN.

Alle Videos der vergangenenden Mahnwachen findet ihr auf unserem YouTube Kanal.

Passend dazu vermehrten sich in dieser Woche Meldungen über Hilferufe in Kleidungsstücken der Billigmodekette Primark.

So schreibt der Spiegel: "Eine Kundin der irischen Billigmodekette Primark hat in ihrer neuen Hose einen Zettel mit asiatischen Schriftzeichen gefunden - der Hilferuf einer Arbeitskraft, angeblich aus einem chinesischen Gefängnis. Es ist bereits der dritte Vorfall innerhalb weniger Tage."

Der 30. Juni in der Geschichte

Am 30. Juni 1913 verabschiedete der deutsche Reichstag eine Wehrvorlage, die eine stufenweise Aufstockung des Heeres vorsieht. Einen ähnlichen Verlauf können wir auch heute beobachten.

Es wird aufgerüstet!

Unter der Prämisse der Vermeidung von humanitären Katastrophen und Völkerrechtsverletzung. In Deutschland befindliche, amerikanische Atombomben sollen nun modernisiert und zu Hochleistungsatombomben aufgerüstet werden, berichtet Monitor.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/183070/umfrage/anteile-ausgewaehlter-laender-an-den-weltweiten-militaerausgaben/

Quelle: © Statista 2014

Im Jahre 1930 ebnete der dritte anglo-irakische Vertrag am 30.06. den Weg zur Unabhängigkeit des Irak, sicherte Großbritannien aber weiterhin militärische Präsenz und Zugriff auf das Erdöl des Landes zu.

Ebenfalls 1930 endete fünf Jahre früher als ursprünglich beabsichtigt, die alliierte Rheinlandbesetzung. Mit dem Truppenabzug foltgen die Siegermächte des Ersten Weltkriegs Vereinbarungen im Umfeld des Young-Plans.

Nur 4 Jahre später, am 30. Juni 1934 beginnt die Nacht der langen Messer, in der die gesamte Stabsführung der SA von den Nationalsozialisten, zur angeblichen Verhinderung eines Putsches, ermordet wird. In der von Adolf Hitler beeinflussten Aktion finden weitere missliebige Personen den Tod, was hinterher gesetzlich als „Staatsnotwehr“ bemäntelt wird.

Und weitere 6 Jahre später, nämlich am 30. Juni 1940, besetzten deutschen Truppen im 2. Weltkrieg Guernsey, und nahmen damit den einzigen Teil Großbritanniens ein.

1942 wurde jüdischen Schülern der Unterricht an Schulen im Deutschen Reich verboten und am 30. Juni 1945 endete die Schlacht um Okinawa im Zweiten Weltkrieg mit der Einnahme der japanischen Insel durch die Alliierten, doch vereinzelte Kämpfe im Gebirge gingen noch wochenlang weiter.

Dank Wikipedia könnten wir diese Liste noch um viele historische Ereignisse erweiteren, doch an dieser Stelle möchten wir wieder in die Zukunft blicken.

Die Geschichte lehrt uns, Wachsam zu sein.

Umso wichtiger ist es, wieder für den Frieden in Europa und auf der Welt aufzustehen und  auf die Straße zu gehen.

Geheime Armeen und neue Furcht

Der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser untersucht die Themen Energie, Krieg und Frieden aus geostrategischer Perspektive und hat bereits mehrere Bücher und Vorträge dazu verfasst. Er ist Leiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research.

Die Forschungsschwerpunkte Dr. Gansers sind:

  • Internationale Zeitgeschichte seit 1945
  • Verdeckte Kriegsführung und Geostrategie
  • Geheimdienste und Spezialeinheiten
  • Peak Oil und Ressourcenkriege
  • Globalisierung und Menschenrechte

Mit dem Bericht "Stay-behind Geheimarmee in Deutschland" deckt Dr. Ganser im Jahre 2013 das, lange Zeit vertuschte, Netzwerk der NATO-Geheimarmeen auf. Bereits 2008 verfasste er dazu das Buch NATO-Geheimarmeen in Europa.

Ein sehenswerter Bericht, der einen kleinen Einblick in das geheime NATO-Netzwerk gibt. In der SF1 Sendung Der Club berichtete Dr. Ganser im April 2014 auch ganz aktuell zum Thema "Krisen und Kriege – wie sicher ist unsere Zeit?" im Bezug auf die Entwicklung der Ukraine. "Europa im Erdölrausch" schreibt Daniele Ganser im Jahre 2014. Es gibt dazu zahlreiche Videos auf YouTube, die wir euch und euren Lieben wärmstens empfehlen können.

USA fürchtet neue Anschläge

Aufgrund der kriegerischen Aktivitäten der letzten Jahrzehnte, um Bodenschätze in anderen Ländern, wächst nun auch in den USA die Furcht vor weiteren Anschlägen auf eigenem Boden. "Stellen Sie sich vor, was passiert, wenn jemand einen atomaren Sprengsatz schmuggeln könnte, ihn in einen Schiffscontainer steckt und mit ihm dann auf die Ringautobahn um Washington fährt." sagte der ehemalige Vizepräsident Cheney im Gespräch mit dem Radiomoderator Hugh Hewitt.

Auch die Drohneneinsätze der USA könnten anderen Ländern als Vorbild dienen und die USA in einen dauerhaften Krieg verwickeln, berichtet Spiegel Online.

Wasser als Menschenrecht

Zu diesem Thema gibt es ausnahmsweise einmal gute Neuigkeiten aus der Welt: "Parlament von Ecuador verabschiedet Wassergesetz"

Portal amerika21.de berichtet: "Gesetz bestätigt Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht. Alle Formen der Privatisierung sind verboten.

Die 163 Paragrafen umfassende Gesetzesnovelle regelt, dass die Zuständigkeiten für alle Fragen des Wassers beim Staat liegen. Damit sollen der sichere und gleichberechtigte Zugang sowie der Schutz des Wassers garantiert werden. Wasser wird damit als Teil der Nahrungsmittelsouveränität, des Schutzes der Ökologie und der Produktion bestimmt."

Da können wir unseren Politikern nur raten, sich ein Beispiel daran zu nehmen.

Situation in der Ukraine

Über die Ukraine hört man in unseren Medien relativ wenig. Seit Wochen sprechen Staatsoberhäupter von einer Waffenruhe, die aber jeweils von der Gegenseite nicht eingehalten würde.

RiaNovosti berichtet: "Kämpfe in der Ostukraine zwischen den Volksmilizen und den ukrainischen Sicherheitskräften dauern trotz Waffenruhe an. ..."

"In Donezk liefern sich die Volkswehr und die Kiewer Nationalgarde einen erbitterten Kampf. ... Ein Sprecher der Volkswehr teilte mit, die Bürgermilizen wollten die Militärs zur Aufgabe überreden. Die Gespräche scheiterten, es kam zu einem Schusswechsel, bei dem auf beiden Seiten neben Schnellfeuerwaffen auch Granatwerfer eingesetzt wurden. Die Volkswehr versucht jetzt, das Militärgelände zu erstürmen. Das Ziel sei, die Nationalgarde aus der Stadt zu vertreiben und Waffen zu erbeuten, hieß es."

Obgleich sich die USA noch am 24.06.2014 aus Ihrer Rolle als Weltpolizist zurückziehen wollten, teilten sie laut RiaNovosti am 26.06.2014 mit "... die Feuereinstellung in der Ostukraine zu unterstützen, wenn die Waffen tatsächlich ruhen werden." Einen Tag zuvor berichtete der Spiegel: "Die Waffenruhe in der Ostukraine steht womöglich vor dem Aus: Nach dem Abschuss eines Helikopters droht der ukrainische Präsident Poroschenko mit einem Abbruch der Feuerpause. Die USA erwägen eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland."

Zumindest reden die Staatsoberhäupter nun endlich miteinander und lt. Spiegel dürfen wir ein ganz klein wenig auf Frieden hoffen.

Warten wir's ab! Wir wünschen es den Menschen in den Kriegsgebieten von Herzen.

http://de.ria.ru/security_and_military/20140626/268860002.html

Quelle: RiaNovosti: Trotz Waffenruhe: Kämpfe in Ostukraine dauern an

Good News

Glücklicherweise gibt es auch in dieser Woche wieder gute Neuigkeiten für uns.

Limaretter.info berichtet:

Wattenmeer nun vollständig geschützt

Das gesamte Wattenmeer in der Deutschen Bucht ist seit dem 23.06.2014 Weltnaturerbe der Vereinten Nationen. Wie das niedersächsische Umweltministerium mitteilte, hat das zuständige Unesco-Komitee auf seiner 38. Sitzung in Doha (Katar) entschieden, dass das bereits bestehende Welterbegebiet um 47.000 Hektar erweitert wird. Insgesamt umfasst das Weltnaturerbe Wattenmeer nun mit 11.500 Quadratkilometer das gesamte Watt entlang der Nordseeküste von den Niederlanden über Deutschland bis nach Dänemark.

Das Wattenmeer, wie hier bei Büsum, ist unter Schutz gestellt und dennoch von Ausbeutung durch die Erdölindustrie gedroht. (Foto: Ralf Roletschek/Wikimedia Commons)

50% unseres Strombedarfs wird durch Solarenergie gedeckt

Wenn das kein Grund zur Freude ist.

Die Green Economy Wirtschaftswoche berichtet:

"Deutschland hat erstmals mehr als 50 Prozent seines Strombedarfs mit Solarenergie gedeckt. Das ergeben Analysen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesystem (ISE)."

Das Fraunhofer-Institut stellte am 23.06.2014 die neusten Daten vor, deren Entwicklung in den ersten fünf Monaten 2014 sehr erfreulich ist. Energie aus Wind- und Wasserkraft haben demnach deutlich zugelegt.

Neues von der Mahnwache Hamburg

Auf unserer Webseite haben wir einen FAQ-Bereich eingerichtet.

Dort beantworten wir Fragen zur Hamburger Mahnwache, die regelmäßig an uns herangetragen wurden. Wir erklären euch wer wir sind, wofür wir uns einsetzen und welche Ziele wir mit der Mahnwache verfolgen. Diese und viele weitere Antworten findet ihr auf unserer Webseite.

Sollten wir noch Fragen offen gelassen haben, könnt ihr uns gern kontaktieren. Wir versuchen zeitnah auf eure Post zu antworten.

Die Hamburger Mahnwache findet wie immer am Montag von 18-21 Uhr am Jungfernstieg statt. Wir haben einige fest angemeldete Redner im Programm, ebenso wieder das offene Mikrofon.

Sei auch Du wieder dabei - mit Familie, Freunden & Bekannten.

Denn bald ist es wieder so weit: Endlich Montag!

Wir beobachten voller Zuversicht, wie wir dort am Montag jede Woche aufs Neue die Büchse der Pandora um einen weiteren Spalt öffnen und Hoffnung schöpfen, aus der wiederum Mut und Kraft resultieren.

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