Im Jahre 2011 wurde Libyen durch die NATO von der Herrschaft Gaddafis befreit.
Unter anderem wurde dabei auch die Hilfe der sogenannten Opposition und deren militanten Gruppen in Anspruch genommen.

Diese Gruppen wurden bewaffnet und anderweitig unterstützt. Einer der damaligen Anführer der „Libyan Islamic Fighting“ Gruppierung heißt Abdelhakim Belhadj.

Bereits damals gab es die Vermutung, dass diese Gruppierung Verbindungen zur al-Qaida unterhält.

Dies war jedoch unwichtig. Denn der Feind meines Feindes ist mein Freund. Gaddafi musste weg.

Abdelhakim Belhadj wurde in der Zwischenzeit zum Kopf des Tripoli Military Council ernannt und hatte somit auch politische Macht.

Einige Jahre später ist Libyen nun ein komplett zerstörter Staat. Jegliche Infrastruktur ist zu großen Teilen zusammengebrochen.

Und jetzt stellt sich heraus, dass Abdelhakim Belhadj der neue Anführer des „Islamischen Staat“ in Libyen ist, welche eine ca. 3.000 Mann starke Armee unterhält und eng mit der Koalition „Libyan Dawn“ zusammenarbeitet.

Weitere Hintergrundinformationen zu diesem Fall in der Washington Post.

Diese Koalition vertritt auch die Muslimbruderschaft und al Qaeda’s Ansar al-Sharia.

Was ist das für eine Außenpolitik, die die US-Regierung dort betreibt? Allen voran hat US-Senator John McCain diese Menschen im Kampf gegen die damalige libysche Regierung unterstützt.

Auf dem Titelfoto sieht man McCain zusammen mit Abdelhakim Belhadj.

Ist dem größten und am besten ausgestatteten Geheimdienst der Welt dies nicht längst vorher aufgefallen?

Wie kommt es, dass sich die von McCain unterstützten Rebellen ständig als skrupellose Mörder herausstellen, die keinen Deut besser sind, als die entmachteten Regierungen?

Dieses und viele weitere Ereignisse sind beispielhafte Belege dafür, dass Gewalt nur noch mehr Gewalt erzeugt und Waffenlieferungen auf kurz oder lang immer in die Hände der falschen Leute fallen.

Diese kurzsichtige Politik der Gewalt muss enden.

Autor: Robin