Gemeinsam für den Frieden – Eine Welt ohne Krieg ist möglich

Ostermontag 6. April 2015

Eine Ankündigung der jährlichen Ostermärsche organisiert durch verschiedene Friedensorganisationen. Zur Unterstützung der Mobilisierung der Massen für eine gute Sache wird dieser Aufruf mitgeteilt.

Die Ostermärsche, mit denen wir – die Hamburger Friedensbewegung – unser Engagement für den Frieden auf die Straße tragen, haben eine jahrzehntelange Tradition. Weltweit gibt es zurzeit etwa 30 Kriege. Wir setzen uns dafür ein, Konflikte mit zivilen Mitteln auszutragen. Militärische Mittel dienen nicht der Lösung von Konflikten, sondern der Durchsetzung wirtschaftlicher, politischer und militärischer Interessen.

Wir fordern:

● Rückzug aller deutschen Soldaten aus den Auslandseinsätzen

● Schluss mit den Waffenexporten – auch über den Hamburger Hafen

● Radikale Abrüstungsschritte bis hin zur Auflösung der Bundeswehr

● Abzug aller in Deutschland gelagerten US-Atombomben und Verzicht auf die nukleare Teilhabe

● Verzicht auf die Anschaffung von Drohnen

● Schließung der in Deutschland gelegenen US-Kommandozentralen für den Drohnenkrieg

● Keine Unterstützung der von EU, NATO und den USA geführten Kriege

● Umwandlung von Rüstungs- in Zivilproduktion – auch bei den Hamburger Rüstungsproduzenten

● Abbau von Feindbildern, die nur der Legitimation von Aufrüstung und Krieg dienen

● Beendigung des neuen Kalten Krieges gegen Russland – stattdessen Verhandlungen, friedliche Lösung von Konflikten und Interessenausgleich in den internationalen Beziehungen

● Einsatz gegen Rassismus, Nationalismus und Menschenfeindlichkeit

● Aufnahme der Menschen, die vor den Kriegen und ihren Folgen fliehen und bei uns Asyl suchen

Deutsche Waffen und Soldaten sind in vielen Ländern der Erde im Kriegseinsatz. NATO und USA steuern auch von deutschem Boden aus ihre weltweiten Kriegseinsatze. Die Militäreinsätze der USA im Irak und in Syrien destabilisieren die Region langanhaltend und terrorisieren besonders die Zivilbevölkerung. Stattdessen müssen die Finanzquellen des sogenannten Islamischen Staats (IS), der zuvor im Kampf für den Sturz des Assad-Regimes gefordert und unterstützt wurde, trockengelegt werden.

Mit der Krise in der Ukraine kehrte die Geisel des Krieges auch nach Europa zurück. Die

EU, geführt durch die Bundesrepublik, und die USA haben das Land in den Bürgerkrieg getrieben. Das Assoziierungsabkommen der EU mit der Ukraine stellt diese vor die Entscheidung zwischen dem Westen und Russland. Eine wirtschaftliche Perspektive hat das Land aber nur als Brücke zwischen Russland und dem Westen. Russland wird erneut zum Gegner dämonisiert, um die Rüstungsausgaben zu rechtfertigen und zu steigern.

Deutschland soll wieder starker mitmischen im Konzert der großen Militärmächte. Politiker wie Gauck, Steinmeier oder von der Leyen erklären offen, Deutschland müsse seine Interessen auch mit militärischen Mitteln durchsetzen. Es geht bei dem Einsatz deutscher Soldaten nicht um den Schutz der Menschenrechte, sondern um politischen Einfluss und den Zugang zu Rohstoffen und Markten.

Im 70. Jahr nach der Befreiung vom Faschismus bekräftigen wir den Schwur der Häftlinge von Buchenwald, die 1945 nach ihrer Befreiung aus dem KZ erklärten: „Die Vernichtung des Faschismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, die Errichtung einer Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Termin: Ostermontag, den 6. April 2015

Andacht: 11.30 Uhr / Erlöserkirche, Jungestraße 7, Berliner Tor

Auftakt: 12.00 Uhr / Erlöserkirche, Jungestraße 7, Berliner Tor

Abschluss: 14.00 Uhr, Friedensfest auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz an der Langen Reihe mit Reden – Musik verschiedener Gruppen – kurzen Lesungen – Info-Ständen – Angeboten von Essen und Trinken.

Auf kommerzielle Angebote mochten wir – wie immer – verzichten. Die Kirche an der Mundsburg kann in diesem Jahr nicht genutzt werden, weil sie wegen Renovierung geschlossen ist. Da noch nicht ganz geklärt ist, welche Kirche für die Andacht zur Verfügung steht, sind der Ort für Andacht und Auftakt sowie die Route noch offen. Das wird alles in den nächsten Tagen geklärt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele Organisationen, Gruppen, Personen und Initiativen uns bei Vorbereitung und Durchführung des Ostermarsch helfen würden.

Beitrag von Robin veröffentlicht auf Bitte von Andreas Grünwald.