Mahnwache Hamburg

Aufruf zum friedlichen Widerstand! Für Frieden! In Europa! Auf der Welt!

Tag der Empörung – Redebeitrag von Henrik Hansen

Die Zeit und die Mahnwachen

Redebeitrag von Henrik Hansen bei der Tag der Empörung-Demonstration unter dem Aufruf „Tag der Empörung – Friedensdemonstration vor den Hamburger Medienzentralen

Guten Tag freundliche Grüße von uns hier unten an die da oben. Wir sind heute gekommen um euch unsere Meinung über eure Berichterstattung darzulegen. Ich fange mal damit an, dass ich ein paar Schlagzeilen über die Mahnwachen in Deutschland vorlese. Hauptsächlich stammen diese aus dem „Neonazi Watchblog“ der Onlinepräsenz der Zeit.

„Verschwörungstheorien und Antisemitismus im Namen des Friedens“

„Die ganz eigene Welt der Montagsdemonstranten“

„Neonazis auf Berliner ‚Friedensmahnwache‘“

Hamburg wurde speziell zwei mal erwähnt, in den Folgenden Artikeln, auf die ich ein bisschen näher eingehen möchte

Sie werfen uns vor, dass wir uns einfacher Erklärungen bedienen. Aber auch bei Ihnen wird selten etwas differenziert betrachtet. Ukraine Krise? Putin ist Schuld. Syrien Bürgerkrieg? Liegt an Assad. ISIS? Kam aus dem nichts… aber ich gehe einfach mal ein paar Schlagwörter durch in der Reihenfolge wie sie in dem Artikel „Von der Verschwörungsideologie zur politischen Bewegung“ verwendet wurden.

NSDAP – NPD – antisemitisch – rechtsterrorist Breivik – AFD – Montagsquerfront

FED als Ursprung negativer Energie – Sekte – Giftige Kondensstreifen – Reptiloide – NWO – Rothschild – Zinsknechtschaft – HAARP – AFD – NPD – Lars Märholz Anhänger.

Im Artikel „Rechnsbürger Neonazis und Antisemiten – Querfront kapert Friedensdemonstrationen“ ging es los mit:

Verschwörungstheoretiker – Antidemokraten – Neonazis

Natürlich Zufall, dass genau an dem Tag staatenlos.info Rüdiger Klasen und der Zeit Journalist vor Ort waren… aber naja ich zitiere mal:

„Wer tatsächlich hinter der Mahnwache in Hamburg steckt, ist nicht klar. Offiziell ist laut eigener Aussage der Hamburger Physik-Student Henrik H. [der hier grade vor ihnen steht] für die Mahnwache verantwortlich. Das Hamburger Online-Magazin Mittendrin hat jedoch Hinweise darauf, dass die aus den USA stammende, antisemitische Organisation I-UV beteiligt ist. I-UV steht für „Ich und Universeller Werteaustausch“. Die Gruppe soll Teil der verschwörungstheoretischen Bewegung „The One People’s Public Trust“ (OPPT) sein.“

Oha, ihr bezieht euch auf Hamburg Mittendrin? Ein sehr sympatisches kleines Magazin die als erstes über die Mahnwache Hamburg berichteten und es schaffte von „Montagsdemonstration: ,Habt ihr Bock auf Frieden?‘“ zu „Was steckt hinter der Montagsmahnwache in Hamburg“ und schließlich zu „Immer wieder Montags – Attacke der Weltverschwörer“ in nur zwei Wochen umzulenken.

Während sie im ersten Artikel noch neutral berichteten so wurden im zweiten „antisemitsiche Töne“ und eine angeblich „einstudierte Choreographie“ angeprangert. Angeblich seien wir alle, insbesondere ich, Mitglieder der sektenartigen Vereinigung „I-UV“… eine Woche später hieß es dann bei uns werde „Antisemitis, Rechtspopulismus und Judenhass“ verbreiten und das ganze sei eine „menschenfeindliche“ Aktion. Ein Schelm wer böses dabei denkt, dass sie so schnell umgeschwenkt sind. Aber gut genug als Quelle für Sie war das.

Ich freute mich dann, als man mich persönlich auf meinem Arbeitstelefon beim DESY ein Anruf von Zeit Redakteur Jochen Bittner einging, und man uns anbot mit uns mal selber in einer Diskussionsrunde über die Vorwürfe gegen die Medien zu sprechen. Mich selbst wollte man allerdings nicht dabei haben… sondern eher eine Frau da es sonst eine reine Männerrunde geworden wäre. Leider weiss ich nicht was daraus geworden ist… aber wahrscheinlich ist Herr Bittner zu beschäftigt mit dem Verfahren von ihm und seinem Chef Josef Joffe gegen die Ansalt Kabarettisten, die ihre Verbindungen zu transatlantischen Think Tanks offen legten.

Aber Herr Bittner, falls sie nochmal mit uns diskutieren möchten, wir sind jederzeit dazu bereit. Wir können das auch gerne beim ‚German Marhsall Funds of the United States‘, der ‚Europa-Union‘, dem ‚Brussels-Forum’ etc. machen. Ansonsten wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.

1 Kommentar

  1. Hallo,
    ich möchte etwas über den Vorwurf der Medien sagen, die Montagsdemos bieten den Rechtsradikalen eine Plattform.
    Dieser Vorwurf kommt von denselben Medien, die unseren Bundespräsidenten dafür loben, wenn dieser in der langen Tradition evangelischer Militärpfarrer den weltweiten Krieg predigt. Wie kann es sein, dass unser Bundespräsident von den Qualitätsmedien unwidersprochen Pazifisten verunglimpfen, sich über demokratische Mitbestimmung lustig machen und die NSA-Schnüffeleien klein reden kann. Ein Bundespräsident, der noch nicht einmal vor offensichtlichen geschichtlichen Lügen zurückschreckt, wie diese, dass die Polen die meisten Opfer im zweiten Weltkrieg zu beklagen hatten.
    Wie kann es sein, dass unser Innenminister für mutmaßliche Islamisten (was auch immer dies sein mag) die Unschuldsvermutung aufheben möchte, der Menschen aufgrund ihrer Herkunft besonders kennzeichnen möchte, ohne dass die Öffentlichkeit dieses Ansinnen als das bezeichnet, was es ist: faschistisch?
    Ich könnte noch seitenlang von mehr oder weniger offenem faschistischen Gedankengut aus der Mitte unserer Gesellschaft, aus unseren Qualitätsmedien und von unseren Eliten sprechen, will Sie aber nicht unnötig ermüden.

    Angesichts dieser Tatsachen empfinde ich es als bodenlose Unverschämtheit, wenn diese Herrschaften (und Damen) die Montagsdemos wegen Beteiligung von Faschisten kritisieren.
    Nazis an braunen Hemden oder schwarzen Uniformen zu erkennen, wie wir sie aus Hollywoodfilmen kennen, ist mir zu dünne. Faschistisches Gedankengut ist längst in unserem Alltag angekommen, ohne dass die Qualitätsmedien dies auch nur erwähnen.
    Angesichts der Kritik an den Montagsdemos schlage ich vor, den Spieß umzudrehen und unsere Qualitätsjournallie und die Einheitspartei zu fragen, ob man nicht vielleicht die eine oder andere Aussage eindeutig faschistischem Gedankengut zuordnen könne.

    Jens Niestroj

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