Ein kleiner Rückblick auf die 18. Friedensmahnwache in Hamburg, Jungfernstieg vom 28.07.2014

An diesem Tage fand die gemeinsame Großdemonstration des Hamburger Friedensbündnisses statt. Die Veranstalter der Mahnwache Hamburg beteiligten sich daran.

Mehr als 800 Teilnehmer beteiligten sich an dem Demonstrationszug durch Hamburg und erhoben ihre Stimme für den Frieden. Die Endkundgebung mit mehreren Rednern fand am Gerhart-Hauptmann-Platz statt.

Zum Abschluss wurden mehrere Diskussionsgruppen gebildet, in denen sich die Teilenehmer und Passanten zu verschiedenen Themen informieren konnten. Am Jungfernstieg organisierten die Veranstalter der Mahnwache Hamburg einen Diskurs zum Thema „Was ist Frieden?“.

Hier ein zusammenfassender Bericht von Andreas Grünwald:

Wir hätten uns sicherlich noch einige Teilnehmende mehr gewünscht. Aber immerhin: während der Demo über den Gänsemarkt und über den Jungfernstieg waren es deutlich mehr als 600 Leute, die trotz Urlaubszeit heute ein Zeichen für eine stärkere und vor allem gemeinsam handelnde Friedensbewegung setzten.

Gegen den Krieg in der Ukraine, für Abrüstung, gegen eine weitere Konfrontation mit Russland, gegen die Osterweiterung von Nato und EU, für die Solidarität mit den Antifaschistinnen und Antifaschisten in der Ukraine, gegen Rüstungsexporte und für eine friedliche Konfliktlösung unter Einbeziehung aller Bevölkerungsteile in der Ukraine.

Für gute Stimmung sorgten gleich zu Beginn einige Kulturbeiträge, dann die Anfangsrede von Marie-D. Verdes (Attac) und dann als erster Hauptredner auch Pedram Shahyar, Friedensaktivist aus Berlin mit seiner kämpferischen und mitreißenden Rede am Hamburger Kriegsklotz. Auch während der Demo gab es unterschiedliche Redebeiträge, die vor allem auf das gemeinsame Handeln der Hamburger Friedensbewegung orientierten. Sönke Wandschneider vom Hamburger Forum für Frieden und Völkerverständigung erinnerte in seinem Redebeitrag zudem an den 1. Weltkrieg, der heute vor 100 Jahren mit der Kriegserklärung Österreichs an Serbien seinen traurigen Ausgangspunkt nahm.

Bedauerlich indes, dass dieses Prinzip der Solidarität und der gemeinsamen Aktion in einem Redebeitrag, der Gott oder auch Marx sei Dank, erst ziemlich zum Schluss gehalten wurde, kurz durchbrochen wurde. Gut dass der Vertreter der Palästinensischen Gemeinde die politische Souveränität besaß auf dieses kurze Störfeuer dann in seinem Redebeitrag nur sehr kurz einzugehen, um sich dann auf sein eigentliches Thema, dem mörderischen Krieg gegen die Palästinenser, zu konzentrieren.

Auch das Grußwort von Sergei Kirichuk (Borotba / Ukraine) fand viel Beifall. So wie auch der Redebeitrag von Gunda Weidmüller, die als letzte sprach und ebenfalls politische Themen und das gemeinsame Handeln der Friedensbewegung betonte.

Im Anschluss gab es dann noch einige Diskussionsrunden, wobei wohl die größte die am Jungfernstieg war, wo etwa 250 Teilnehmende das Thema “Was ist Frieden” noch bis kurz nach 21:30 Uhr ausgiebig diskutierten.

Gefreut habe ich mich Leute aus ganz unterschiedlichen politischen Spektren bei dieser Demo zu sehen. Darunter etliche Mitglieder der Linkspartei (auch deren Fraktionsvorsitzende in der Bürgerschaft Dora Heyenn), Mitglieder der VVN, Aktive aus Friedensinitiativen und von der DFG VK, Kolleginnen und Kollegen aus der Föderation der Arbeitervereine DIDF, Teilnehmende der Hamburger Montagsmahnwache, Mitglieder aus diversen Jugendverbänden, aus der DKP, aus diversen weiteren Gruppen und natürlich und besonders zu erwähnen: eine Gruppe von Menschen aus der Ukraine, die in Hamburg leben.

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